 Was ist Immobilienfinanzierung
Wer weiß, dass es unterschiedliche Finanzierungsformen gibt, erkennt hier bereits das erste zweifelhafte Argument. Viele
Banken akzeptieren beispielsweise eine Tilgungsaussetzung oder Zusatztilgungen. Das bedeutet konkret, der Bauherr zahlt
die Zinsen für den über zehn bis fünfzehn Jahre festgelegten Kredit und vereinbart – sofern er überhaupt bei der finanzierenden
Bank laufend Tilgungszahlungen leistet – einen niedrigen Tilgungssatz. Parallel spart er über diese Zeit oder auch über 30 und
mehr Jahre in Investmentfonds, die je Anlageart sechs bis zu zehn Prozent Rendite einbringen. Die zwischenzeitlichen
Wertschwankungen des Investmentfonds fallen nach Aussagen jedes noch so vorsichtigen und guten Investmentberaters bei
solch langen Anlagezeiträumen nicht in das Gewicht.
Die Mischung machts
Mit einer entsprechenden Fondsmischung kann der Häuslebauer somit tatsächlich in beispielsweise
drei Anlagearten investieren: in die Immobilie, in Aktienfonds und in festverzinsliche Fonds.
Für den Kredit muss er mit einem Zinssatz von - je nach Einzelfall - ca. 4,2 bis 4,7 Prozent
rechnen. Jeder halbwegs gute Investmentfond wird mehr Guthabenzinsen einbringen, als der Kredit
an Zinskosten verursacht. Dabei ist noch positiv zu berücksichtigen, dass die Kreditsumme von
der Inflation allmählich entwertet wird, Sachanlagefonds und Immobilien dagegen vor Inflation
geschützt sind. Die Einkommen passen sich über so lange Zeiträume in aller Regel auch mindestens
der Inflation an. Nur wer überteuert kauft/baut oder in ostdeutschen Armutsregionen
Immobilienbesitz erwirbt, muss bei einem nötigen Verkauf, z.B. wegen eines beruflichen
Umzuges, Verluste befürchten. Eine mögliche Lösung wäre, die Wohnung oder das Haus solange
billiger zu vermieten, bis die Preise wieder steigen.
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